{"id":412,"date":"2014-04-29T08:24:00","date_gmt":"2014-04-29T06:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.charlieontour.de\/?p=412"},"modified":"2017-02-24T08:41:03","modified_gmt":"2017-02-24T07:41:03","slug":"29042014-erg-chebbi-tinerhir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.charlieontour.de\/?p=412","title":{"rendered":"29.04.2014 &#8211; Erg Chebbi &#038; Tinerhir"},"content":{"rendered":"<p>Hallo zusammen,<br \/>\nwir sitzen gerade in Tinerhir am Eingang zur Thodra-Schlucht in einer Oase beim Camping &#8222;Le Solei&#8220; und warten auf unsere Tajine, welche gerade frisch f\u00fcr uns zubereitet wird.<\/p>\n<p><\/p>\n<h3>\n27.04.14 &#8211; Erfoud &#8211; Erg Chebbi<\/h3>\n<p>Heute ging es in die Sandw\u00fcste!<br \/>\nWir starteten gegen 11:00 Uhr Richtung Erfoud. In der Stadt wimmelte es nur so von Fahrr\u00e4dern, Eselskarren, Autos und Fu\u00dfg\u00e4ngern. Und wir mittendrin auf der Suche nach der Piste (= grobe Schotterstra\u00dfe) in Richtung Merzouga.<\/p>\n<p>Nachdem das Verkehrs-Chaos \u00fcberwunden war, mussten wir die M\u00fcllfelder von Erfoud durchqueren und schon waren wir auf der Piste.<br \/>\nHier wird der M\u00fcll anscheinend einfach vor den Stadtmauern abgelegt. Der Wind verteilt dann Plastikt\u00fcten und \u00e4hnliches in gro\u00dfem Umkreis. Schon schlimm anzusehen mit unserem Deutschen Umweltbewusstsein.<\/p>\n<p>Wobei unser Restm\u00fcll ja ebenfalls meistens auf der M\u00fcllkippe landet. Wir schaufeln halt noch Erde dr\u00fcber&#8230;<br \/>\nJedenfalls muss man beim Durchfahren darauf achten, keine T\u00fcte mit dem K\u00fchlergrill aufzusammeln, was uns auch gelang.<\/p>\n<p>Nach ein paar Kilometern wurde die Piste immer schlechter und verwandelte sich in eine Wellblech-Piste. Wir stoppten und ich musste zum ersten Mal auf unserer Reise den Luftdruck absenken.<\/p>\n<p>Mit knapp 66% des Luftdrucks ging es nun kompfortabler \u00fcber die Kuppen des Wellblechs. Wichtig hierbei: Entweder man durchf\u00e4hrt jeden Buckel mit 10-15 km\/h oder man fliegt mit mindestens 75 km\/h von Kuppe zu Kuppe.<\/p>\n<p>Wir entscheiden uns f\u00fcr die 2. schnellere Variante. Wie die meisten anderen auch.<\/p>\n<p>Auf einmal sehen wir die gro\u00dfen D\u00fcnen am Horizont. Es werden munter Fotos gemacht und die Stimmung ist am Steigen.<\/p>\n<p>Nach einigen Kilometern fahren wir einfach von der Piste ab und fahren Querfeldein zum Sand.<br \/>\nTraumhaft! Jetzt sind wir also in der Sahara und stehen im orange-braunen Sand. Wahnsinn!!!<\/p>\n<p>Wir machen mal wieder munter Fotos und fahren ein bisschen durch die leichten D\u00fcnenanf\u00e4nge.<br \/>\nTief wollen wir ohnehin nicht hinnein, denn wir sind ja alleine unterwegs.<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich schauen wir vor dem Befahren zu Fu\u00df, dass auch die D\u00fcnenr\u00fcckseite keine b\u00f6sen \u00dcberraschungen f\u00fcr uns bereit h\u00e4lt und nicht z.B. im D\u00fcnentrichter endet.<\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: center;\">\n<\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: center;\">\n<a href=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P4276377.jpg\" imageanchor=\"1\" style=\"margin-left: 1em; margin-right: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P4276377.jpg\" height=\"240\" width=\"320\" \/><\/a><\/div>\n<p>Schneller als wir es uns denken k\u00f6nnen, passiert es auf einmal. Wir fahren \u00fcber einen leichten Hubbel in ein kleines D\u00fcnental.<br \/>\nIch dirigiere Schorsch nach links entlang der beginnenden Steigung und auf einmal werden wir langsamer.<br \/>\nSchneller als ich reagieren kann, sitzen wir dann auch auf dem Sand auf.<\/p>\n<p>Ende &#8211; nichts geht mehr.<\/p>\n<p>Keine 5x hoch und runter gefahren und schon stehen wir hier. Also dann, Schaufel runter und los.<br \/>\nWir schaufeln abwechselnd den Sand unter dem Auto heraus.<\/p>\n<p>Das Thermometer steht bei 37\u00b0 im Schatten, aber durch den Wind ist es einigerma\u00dfen ertr\u00e4glich. Wir schaufeln in der Sonne. Aber man gew\u00f6hnt sich daran. Wir trinken viel und es ist auch recht schnell geschafft.<\/p>\n<p>Die Sandbleche werden vom Dach heruntergeholt und vor den hinteren R\u00e4dern platziert.<br \/>\nViel habe ich dar\u00fcber schon gelesen und nachgedacht, jetzt war es also endlich soweit. Die Theorie wird pl\u00f6tzlich sehr praktisch.<\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: center;\">\n<a href=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P1030666.jpg\" imageanchor=\"1\" style=\"margin-left: 1em; margin-right: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P1030666.jpg\" height=\"320\" width=\"240\" \/><\/a><\/div>\n<p>Also dann, ein letzter Gang um den Wagen, alles passt.<\/p>\n<p>Nicole schaut von der Seite, dass wir uns nicht noch mehr eingraben.<\/p>\n<p>Ich setze mich hinter das Steuer, lasse ihn an. Das Verteilergetriebe wird in die Untersetzung geschaltet, das Mittel- und das Hinterdifferential wird gesperrt und los geht es.<\/p>\n<p>\nSchorsch h\u00fcpft leichtf\u00fc\u00dfig mit Schwung aus dem Sandloch und nimmt Fahrt auf.<br \/>\nIch fahre einige Meter weiter. Geschafft, wir stehen auf hartem Boden.<\/p>\n<p>Also alles wieder verstauen und weiter gehts.<\/p>\n<table align=\"center\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\" class=\"tr-caption-container\" style=\"margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P4276283.jpg\" imageanchor=\"1\" style=\"margin-left: auto; margin-right: auto;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P4276283.jpg\" height=\"240\" width=\"320\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"tr-caption\" style=\"text-align: center;\">Erdm\u00e4nnchen in Marokko. Oskar und Emma on Tour \ud83d\ude42<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Wir fahren in Richtung Mezouga. Auf der Openstreetmap-Karte des Navis sehe ich auf einmal einen See.<br \/>\nEin See? Mitten in der W\u00fcste?<\/p>\n<p>Wir beschlie\u00dfen dort hin zu fahren.<br \/>\nAllerdings soll es \u00fcber eine Piste zur R\u00fcckseite des Sees gehen. Vorne sind bestimmt nur wieder &#8222;Parkw\u00e4chter&#8220; welche die Hand aufhalten.<\/p>\n<p>Also geht es los. Wir ziehen eine riesige Staubfahne hinter uns her und n\u00e4hern uns immer mehr dem &#8222;See&#8220;.<\/p>\n<p>Dort angekommen, ist es zwar etwas gr\u00fcner, aber von Wasser ist weit und breit nichts zu sehen.<br \/>\nVielleicht ist er nur im Winter gef\u00fcllt. Wer weiss?<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur\u00fcck zur eigentlichen Piste, wechseln Nicole und ich die Pl\u00e4tze. Sie sitzt jetzt auf dem Kapit\u00e4nssessel und f\u00e4hrt die schwere Fuhre durch Sand und Ger\u00f6ll.<\/p>\n<p>Nach kurzer Einf\u00fchrung, rechts Gas, links Bremse l\u00e4uft es dann auch ganz gut.<br \/>\nSie hat richtig spa\u00df und ich bin am Filmen \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Nach etwa 15 Minuten wechseln wir wieder die Pl\u00e4tze und es geht weiter in Richtung D\u00fcnen.<\/p>\n<p>Den Platz, an welchem wir uns am Mittag festgefahren haben, hatte ich im Navi gespeichert. Er schien mir ein perfekter \u00dcbernachtungsplatz zu sein.<\/p>\n<p>Wir fuhren wieder dort hin zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Kaum angekommen, dauerte es keine 3 Minuten und schon kam ein Berber auf dem Mopped vorbei.<br \/>\nEr bot uns Kameltrekking und \u00dcbernachtungen im Berberzelt an.<br \/>\nIch lehnte dankend ab. Und verwies ihn auf die n\u00e4chsten Tage.<br \/>\nEr verschwand.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr 30 Minuten sp\u00e4ter erschien ein weiterer Berber, diesmal barfu\u00df.<\/p>\n<p>Er sprach Deutsch wie fast alle Touri-Geier in dieser Gegend.<br \/>\nWir hielten etwas Smalltalk. Viele lange Pausen. Seine Anwesenheit war nicht erw\u00fcnscht, dass war ihm wohl nicht klar.<\/p>\n<p>Nicht erw\u00fcnscht? Ja, denn er trug einen Rucksack mit sich herum und wir wussten schon wie es weitergeht.<\/p>\n<p>Irgendwann kam er dann mal auf den Punkte. Fossilien und Mineralien. War klar..<\/p>\n<p>Gut, nach langer Verhandlung mit eingerosteten F\u00e4higkeiten meinerseits wurden wir uns irgendwann mit einem kleinen St\u00fcck einig und er verschwand.<\/p>\n<p>So endlich, haben wir ein St\u00fcck W\u00fcste f\u00fcr uns. Dachten wir zumindest.<\/p>\n<p>Der Sonnenuntergang nahte und wir beschlossen auf eine h\u00f6here D\u00fcne zu wandern.<br \/>\nOben angekommen, sahen wir, dass auf fast jedem Gipfel ein Gr\u00fcppchen sitzt. Wo noch keiner war, war die Kamelkarawane mit Touris noch am Aufstieg.<br \/>\n\u00dcberall waren sie unterwegs.<\/p>\n<p>Wir ahnten nichts Gutes. Nach einiger Zeit zog sich der Himmel zu. Also gibt es heute wohl keinen sch\u00f6nen Sonnenuntergang. Wir steigen wieder zu Schorsch hinnab.<\/p>\n<p>Kaum am Auto angekommen, sehen wir von weitem auf einmal den n\u00e4chsten Berber, der auf dem Weg zu uns ist. Nat\u00fcrlich mit Fossilienrucksack.<\/p>\n<p>So, uns reicht es hier f\u00fcr heute. Wir beschlie\u00dfen spontan wieder zum Campingplatz zu fahren, da man hier im 30 Minuten Takt belagert wird.<\/p>\n<p>Also schnell rein ins Auto, Motor an und los gehts.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen am Berber vorbeifahren. Okay, wir fahren los.<br \/>\nEs l\u00e4uft gut, wir kommen voran. Doch dann passiert es, wir werden immer langsamer.<br \/>\nSchorsch gr\u00e4bt sich im weichen Sand ein. Wir bleiben genau vor den F\u00fc\u00dfen des Berbers tief im Sand stecken.<br \/>\nDann kommt es mir. Wir haben den Luftdruck nach der Schotterpiste nicht mehr weiter gesenkt.<\/p>\n<p>Noch bevor ich ausgestiegen bin, f\u00e4ngt er an unser Auto freizubuddeln. Mit den H\u00e4nden.<br \/>\nIch versuchte ihn zu stoppen, doch er war schwer am W\u00fchlen.<\/p>\n<p>Also nahm ich die Schippe und machte mit.<br \/>\nNicole machte Bilder und beobachtete das Umfeld.<\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: center;\">\n<a href=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P1030709-001.jpg\" imageanchor=\"1\" style=\"margin-left: 1em; margin-right: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P1030709-001.jpg\" height=\"320\" width=\"240\" \/><\/a><\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: center;\">\n<a href=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P1030720.jpg\" imageanchor=\"1\" style=\"margin-left: 1em; margin-right: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P1030720.jpg\" height=\"240\" width=\"320\" \/><\/a><\/div>\n<p>Der Berber hie\u00df Yussif und war eigentlich ganz nett, dass er uns aus reiner H\u00f6flichkeit half, erwarteten wir nach unseren Erfahrungen nat\u00fcrlich nicht. Wir wussten es nat\u00fcrlich nicht, aber der Verdacht liegt nahe. Also machten wir einfach weiter.<\/p>\n<p>Wir schaufelten den Unterboden und die Reifen wieder frei, ich nahm die Sandbleche vom Dach und gab sie Yussif, er platzierte sie vor den hinteren Reifen. Den Luftdruck senkte ich nochmal ordnentlich ab. So der Versuch steht an.<\/p>\n<p>Beim Versuch ist es dann geblieben. Ich gab Gas und Schorsch w\u00fchlte sich vorne noch tiefer in den Sand. Nicole rief Stop!<\/p>\n<p>Okay, wieder graben. Die Bleche legten wir nun vorne unter.<br \/>\nIrgendwann beim Buddeln legte Yussif dann auch los. Er habe Fossilien usw.. Ich sagte ihm das 45 Minuten vor ihm schon jemand da gewesen ist und das wir nichts mehr brauchen. War dann auch in Ordnung. Er rechnete bestimmt schon mit etwas Geld f\u00fcr das Buddeln.<\/p>\n<p>Nun gut, n\u00e4chster Versuch. Letzter Gang um den Wagen, alles passt.<br \/>\nMotor an, Sperren wieder rein und los gehts. Schorsch h\u00fcpft aus der Sandgrube und ich werde immer schneller.<br \/>\nIch fahre bis auf den festen Boden. Geschafft. Nun zur\u00fcck und Sandbleche und Schippe holen.<\/p>\n<p>Ich verstaue die Sandbleche und die Schaufel. Yussif bietet sich nun als F\u00fchrer f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag an und l\u00e4dt uns zum Essen zu seiner Familie ein. Wir vertr\u00f6sten ihn und sagten wir \u00fcberlegen es uns.<\/p>\n<p>Jetzt noch 20 Minuten wieder Luft auf alle Reifen pumpen und ein Ende ist in Sicht.<\/p>\n<p>Wir sitzen noch etwas im Sand und unterhalten uns mit Yussif. Ich gebe ihm irgendwann 50 Dirham (~5 Euro) f\u00fcr seine Hilfe.<br \/>\nEr hat zu keiner Zeit danach gefragt. Ich gehe davon aus, dass er gefragt h\u00e4tte, aber wissen tue ich es nicht.<br \/>\nEr hat sich jedenfalls bedankt und war zufrieden.<\/p>\n<p>Er war eigentlich dann ganz Sympatisch. Wir machen noch ein paar Fotos und verabschiedeten uns.<\/p>\n<p>Die Situation war f\u00fcr uns schon etwas verr\u00fcckt. Wir wollten ja eigentlich vor ihm fliehen und bleiben genau vor ihm im Sand stecken. Sachen gibt&#8217;s&#8230;<\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: center;\">\n<a href=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P1030690.jpg\" imageanchor=\"1\" style=\"margin-left: 1em; margin-right: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P1030690.jpg\" height=\"240\" width=\"320\" \/><\/a><\/div>\n<p>Nun gut, es ist mittlerweile etwas dunkel geworden. Hier in den dicht besiedelten D\u00fcnen wollen wir nicht \u00fcbernachten. Wir rechnen noch mit weiteren Fossilienbesuchern.<br \/>\nVor allem am Morgen oder beim Essenkochen w\u00e4re das nicht so toll.<\/p>\n<p>Also geht es noch \u00fcber eine kleine Miniaturd\u00fcne. Diesmal wieder mit vollen Reifen. Schorsch w\u00fchlt wie wild im Sand und ich sehe uns schon wieder buddeln.<br \/>\nDoch dann hat jemand Erbarmen mit uns und ich merke wir werden wieder schneller. Wir haben es geschafft!<\/p>\n<p>Wir fahren also \u00fcber die holprige Piste zu unserem Campingplatz der letzten Tage nach Erfoud zur\u00fcck.<br \/>\nDas Dachzelt steht in Rekordzeit, das Essen (K\u00e4se-Makkaroni) ist schnell gemacht und wir fallen m\u00fcde ins Bett.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Tag! Auch wenn es sich nach viel Arbeit und Stress anh\u00f6ren mag, es waren doch sehr sch\u00f6ne Eindr\u00fccke.<\/p>\n<table align=\"center\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\" class=\"tr-caption-container\" style=\"margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P1030734.jpg\" imageanchor=\"1\" style=\"margin-left: auto; margin-right: auto;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P1030734.jpg\" height=\"240\" width=\"320\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"tr-caption\" style=\"text-align: center;\">Nicole &amp; Christian auf Arabisch<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Jedenfalls wurden uns etwas die Augen ge\u00f6ffnet. Einsamkeit in den D\u00fcnen des Erg Chebbi ist wohl richtige Gl\u00fcckssache. \u00dcberall h\u00fcpfen ein paar Quads, Motorr\u00e4der oder Gel\u00e4ndewagen durch die D\u00fcnen. Zum Teil mit sportlichem Ehrgeiz.<br \/>\nKamelkarawanen werden durch die D\u00fcnen gef\u00fchrt und viele Verk\u00e4ufer kommen sogar zu Fu\u00df vorbei.<\/p>\n<p><\/p>\n<h3>\n28.04.14 Erfoud &#8211; Erg Chebbi &#8211; Tinerhir (Thodra-Schlucht)<\/h3>\n<p>\nWir stehen gegen 8:00 Uhr auf und machen uns pistentauglich.<br \/>\nWir wollen nochmal zum Erg Chebbi etwas in den Sand. Schlie\u00dflich hatten wir ja gestern viel Pech und wir konnten noch nicht einmal unsere Flaschen mit Saharasand f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Also ging es dann auch los. Wieder durch das Treiben in Erfoud \u00fcber die bekannten M\u00fcllfelder direkt zum Sand.<br \/>\nDiesmal fahren wir querfeldein direkt zum n\u00f6rdlichsten Rand der D\u00fcnen. Hier ist es menschenleer. Der Luftdruck wird direkt von 4,2 auf 1,8 abgesenkt und nun kann es losgehen.<br \/>\nWir befahren ein paar kleinere H\u00fcgel, allerdings mit Bedacht. Nichts hohes, denn wir sind alleine unterwegs.<\/p>\n<p>Wir f\u00fcllen unsere Flaschen und genie\u00dfen diesmal die Ruhe. Es ist mucksm\u00e4uschenstill! Einfach traumhaft!<\/p>\n<p>Allerdings zeigen uns die Kamelkn\u00fcttel auf dem Boden, dass hier auch die Kamelkarawanen durchkommen.<\/p>\n<p>Nach ein paar sch\u00f6nen Stunden pumpe ich wieder den richtigen Luftdruck f\u00fcr die Steinpiste auf die R\u00e4der. Nicole sammelt w\u00e4hrenddessen sehr sch\u00f6ne Steine. Sie kann den Fosillienh\u00e4ndlern jetzt fast Konkurenz machen!<\/p>\n<p>Es geht \u00fcber die Piste zur\u00fcck nach Erfoud und dann in den hohen Atlas nach Tinerhir. Das Thermometer wechselt den ganzen Tag \u00fcber zwischen 34,5 und 35 Grad. Die Klimaanlage arbeitet an der Belastungsgrenze.<br \/>\nEs ist trotzdem gl\u00fchendhei\u00df im Wagen. Die Steine der umherliegenden W\u00fcste strahlen die Hitze von allen Seiten auf uns herab. Lediglich ab und an gibt es ein paar Palmen am Wegesrand.<\/p>\n<p>In den durchfahrenen Ortschaften, scheint das Leben still zu stehen.<br \/>\nEs sind kaum Menschen auf der Stra\u00dfe, und wenn dann sitzen sie im Schatten an den H\u00e4userw\u00e4nden.<\/p>\n<p>In Tinerhir gehen wir dann noch in einem &#8222;Supermarkt&#8220; einkaufen. Supermarkt ist deshalb in G\u00e4nsef\u00fc\u00dfchen geschrieben, da unser kleiner Spar-Laden zu Hause um einiges gr\u00f6\u00dfer ist. Der Laden bemisst etwa 6&#215;6 Meter. Das Warensortiment ist schnell beschrieben: Wasser, Softdrinks, Chips, Konserven, Nudeln, Couscous, Reinigungsmittel (1-2), Brot und ein K\u00fchlschrank mit Saft und Joghurt. Aber so ist das hier. Fleisch gibts beim kleinen Metzger, Gem\u00fcse am Gem\u00fcsestand usw..<br \/>\nAber halt, war es das schon? Im Reisef\u00fchrer steht, es gebe hier auch Alkohol.<br \/>\nAber wo? Ich frage nach und werde hinter den Tresen gebeten.<br \/>\nIch verschwinde mit dem Inhaber in einem durch eine dicke Metallt\u00fcr verschlossen Hinterzimmer. Hier steht ein normaler K\u00fchlschrank gef\u00fcllt mit Bierdosen. Daneben noch ein kleines Regal mit Rotwein.<\/p>\n<p>Ich nehme 4 Dosen Bier \u00e0 30 Dirham (~3 Euro) &#8211; heftig.<br \/>\nAber es schmeckt wenigstens ganz gut.<\/p>\n<p>Das Bier wird in einer schwarzen T\u00fcte verpackt. Es darf halt keiner sehen.<br \/>\nAn der Kasse wird unser &#8222;Gro\u00dfeinkauf&#8220; in die Kasse getippt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dem Kassieren verwickelt uns ein Einheimischer in ein Gespr\u00e4ch.<br \/>\nEr spricht Deutsch&#8230;<\/p>\n<p>Nach dem Bezahlen wollen wir gehen, ich nehme unsere T\u00fcten und auf einmal meint der Einheimische moment, ich h\u00e4tte seine T\u00fcte.<br \/>\nIch verneine dies, nehme sie ihm ab und \u00f6ffne sie. Darin sind unsere 4 Dosen Bier f\u00fcr 12 Euro!<br \/>\nDer Verk\u00e4ufer kl\u00e4rt es dann auch auf und der andere tut so als habe er sich geirrt.<\/p>\n<p>Die Situation war eher lustig als brisant, aber es zeigte wieder, man muss immer auf der Hut sein.<\/p>\n<p>Jetzt sitzen wir hier in der Oase und haben unsere Tajine schon zu uns genommen. Es schmeckte ausgezeichnet.<br \/>\nEine Tajine, wie wir sie heute a\u00dfen, ist eigentlich nichts anderes als gebratene Hackb\u00e4llchen mit Zwiebeln, Paprika, Kartoffeln und Zuchini gegart in einer Art R\u00f6mertopf, der Tajine.<\/p>\n<p>Morgen wollen wir durch die Thodra und die Dadesschlucht fahren.<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe<br \/>\nNicole und Christian<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo zusammen, wir sitzen gerade in Tinerhir am Eingang zur Thodra-Schlucht in einer Oase beim Camping &#8222;Le Solei&#8220; und warten auf unsere Tajine, welche gerade frisch f\u00fcr uns zubereitet wird. 27.04.14 &#8211; Erfoud &#8211; Erg Chebbi Heute ging es in die Sandw\u00fcste! Wir starteten gegen 11:00 Uhr Richtung Erfoud. In der Stadt wimmelte es nur &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.charlieontour.de\/?p=412\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e29.04.2014 &#8211; Erg Chebbi &#038; Tinerhir\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":552,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,6],"tags":[],"class_list":["post-412","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-marokko-2014"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.charlieontour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/412","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.charlieontour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.charlieontour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.charlieontour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.charlieontour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=412"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.charlieontour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/412\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":559,"href":"https:\/\/www.charlieontour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/412\/revisions\/559"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.charlieontour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/552"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.charlieontour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.charlieontour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.charlieontour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}